Bern ist kleiner als Zürich und ruhiger als Basel – und genau das macht die Stadt so besonders. Die Kreativszene hier kennt sich, hilft sich und teilt Räume. Wer weiss, wo man hinschaut, findet Orte voller Energie: zum Arbeiten, zum Netzwerken, zum Aufladen. Hier sind zehn Hotspots, die du kennen solltest.
1. Effinger – Kaffee, Coworking und Gemeinschaft
Der Effinger an der Effingerstrasse ist mehr als ein Coworking Space. Auf vier Stockwerken mitten in der Stadt verbindet er eine offene Kaffeebar mit professionellen Arbeitsplätzen und einer aktiven Community. Wer hier arbeitet, trifft auf Designer:innen, Entwickler:innen, Kommunikationsleute und Berater:innen aus der ganzen Region. Tagespass oder Monatsabo – beides flexibel buchbar.
2. Impact Hub Bern – Arbeiten mit Sinn
Der Impact Hub ist ein globales Netzwerk mit lokaler Seele. In Bern bietet er nicht nur Coworking-Plätze, sondern eine Community aus Gründer:innen, NGOs und kreativen Köpfen, die etwas bewegen wollen. Workshops, Events und ein aktives Netzwerk machen den Hub zu einem der lebendigsten Treffpunkte der Berner Kreativszene.
3. Sennlab – die alte Druckerei im Länggassquartier
Im Herzen der Länggasse ist aus einer ehemaligen Druckerei ein Coworking Space mit Charakter entstanden. Alte Druckerplatten dienen als Raumtrenner – die Geschichte des Ortes ist überall spürbar. Das Sennlab bietet 24/7-Zugang, einen Garten und eine entspannte Atmosphäre, die kreative Arbeit begünstigt. Ein echter Geheimtipp für alle, die das Quartierfeeling dem Stadtzentrumstrubel vorziehen.
4. PROGR – Zentrum für Kulturproduktion
Das ehemalige Progymnasium mitten in der Stadt ist heute ein Zentrum für Kulturproduktion. Ateliers, Studios, Proberäume und Ausstellungsflächen sind hier untergebracht – bewohnt von Bildenden Künstler:innen, Tänzer:innen, Musiker:innen und Theaterschaffenden. Wer einen Atelierplatz sucht oder einfach in die Szene eintauchen will: Der PROGR ist eine erste Adresse.
👉 progr.ch
5. Dampfzentrale – wo Tanz, Musik und Experiment aufeinandertreffen
Das ehemalige Kraftwerk an der Aare ist ein Kulturzentrum für zeitgenössischen Tanz und experimentelle Musik. Was die Dampfzentrale von anderen Kulturhäusern unterscheidet: Sie hat Übungsräume für einheimische Künstler:innen und ein Kontextprogramm, das Austausch zwischen Kunstschaffenden und Publikum aktiv fördert. Wer in der Performing Arts oder Musikszene aktiv ist, kommt hier früher oder später vorbei.
6. Reitschule – das kulturelle Herz der Alternativszene
Kaum ein Ort in Bern hat mehr Geschichte: Die Reitschule ist seit den 1980er-Jahren ein selbstverwaltetes Kulturzentrum, das Konzerte, Theater, Kino, Partys und mehr beherbergt. Für Kreativschaffende ist sie nicht nur Veranstaltungsort, sondern Haltung – ein Ort, an dem Kulturproduktion abseits des Mainstreams seit Jahrzehnten gelebt wird.
7. Kunsthalle Bern – zeitgenössische Kunst seit 1918
Die Kunsthalle Bern versteht sich als Ort der Produktion, Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Für Kreativschaffende ist sie keine reine Besucherattraktion, sondern eine Quelle für Impulse, Diskurse und Kontakte in die internationale Kunstszene. Ausstellungseröffnungen sind oft auch Netzwerkmomente.
8. Galerie da Mihi – zeitgenössische Kunst seit 2011
Die Galerie da Mihi wurde 2011 von Barbara Marbot und Hans Ryser gegründet und übernahm die Räumlichkeiten des ehemaligen Kunstkellers, der seit 1970 an der Gerechtigkeitsgasse besteht – damit gehört der Standort seit über 50 Jahren zur Berner Galerienlandschaft. Marbot und Ryser haben bewusst einen Begegnungsort für Kunstfachleute und Neugierige geschaffen – offen für alle, nicht nur für Insider. Hinweis: Der angestammte Gewölbekeller ist seit Juni 2025 wegen Sanierung vorübergehend geschlossen; die Galerie bespielt aktuell neue Räume an der Gerechtigkeitsgasse 36.
9. zentroom – direkt am Bahnhof, 1100 m² Möglichkeit
Wer einen Arbeitsplatz in zentralster Lage sucht, ist im zentroom richtig: direkt im Hauptbahnhof Bern, auf 1100 Quadratmetern mit Einzelarbeitsplätzen, Meetingräumen und Teamoffices. Ideal für alle, die viel unterwegs sind, Kundenmeetings in der Stadt haben oder einfach mal raus aus dem Homeoffice brauchen.
10. Cosmos Coworking – Aarblick inklusive
In der Berner Matte, direkt mit Blick auf die Aare, bietet der Cosmos Coworking Space eine ruhige, inspirierende Arbeitsatmosphäre. Ideal für Einzelpersonen, aber auch mit Inseln für Teams von 4 bis 6 Personen mietbar. Wer hier arbeitet, hat gute Chancen, schnell in Kontakt mit anderen Kreativen zu kommen – die Community ist überschaubar und offen.
11. Altes Loeblager – Atelierhaus im Westen Berns
Das Alte Loeblager an der Ziegelackerstrasse 10 in Bern-West ist ein lebendiges Kreativ- und Kulturzentrum, das Ateliers, Werkstätten, Workshops und Gemeinschaftsflächen unter einem Dach vereint. Hier arbeiten Künstler:innen, Gestalter:innen und Kulturschaffende Tür an Tür. Der ehemalige Lagerbau bietet Raum für Ateliers und kreative Nutzungen und hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der freien Kulturszene entwickelt. Ein Ort abseits des Zentrums – und gerade deshalb mit einer eigenen, lebendigen Energie.
12. Kaiserhaus / OF GOODS – zirkulärer Handel als Kreativort
Im historischen Kaiserhaus an der Aarbergergasse hat im April 2026 ein aussergewöhnliches Projekt seine Türen geöffnet: OF GOODS – ein Ort, an dem mehr als 60 Labels auf drei Stockwerken Läden, Ateliers und Reparaturstationen betreiben. Dahinter steckt das KAISERHAUS HANDELz, initiiert vom gemeinnützigen Verein Circular LAB. Das Konzept verbindet Produktion, Handel und Gemeinschaft mit dem Ziel, zukunftsfähige, zirkuläre Wirtschaftsmodelle erlebbar zu machen – von der Werkstatt bis zum Schaufenster. Für Kreativschaffende ein inspirierender Ort, der zeigt, wie Gestaltung und nachhaltiges Wirtschaften zusammenwachsen können.
13. Schule für Gestaltung Bern und Biel – Campus Bernapark Stettlen
Am Campus Bernapark in Stettlen hat die Schule für Gestaltung Bern und Biel (SfG BB) ihren Hauptstandort. Die kantonale Schule bietet Ausbildungen in zahlreichen gestalterischen, technischen und handwerklichen Berufen an – von Grafik über Fotografie und Interaction Design bis hin zu Keramikdesign, Polygrafie und Goldschmiede. Wer einen Augenschein nehmen möchte, wie gestalterische Ausbildung heute aussieht, findet hier Fachklassen, Ateliers, öffentliche Kurse und regelmässige Ausstellungen von Abschlussarbeiten. Eine Institution, die seit Jahrzehnten den Nachwuchs der Berner Kreativszene prägt.
14. Hochschule der Künste Bern (HKB) – transdisziplinäre Kunsthochschule
Die Hochschule der Künste Bern (HKB) ist die erste transdisziplinäre Kunsthochschule der Schweiz und Teil der Berner Fachhochschule. Sie vereint die Fachbereiche Musik, Gestaltung und Kunst, Konservierung und Restaurierung, Theater sowie Literatur unter einem Dach. An ihrem Campus entstehen Werke, Forschungsprojekte und Kooperationen, die weit über die Hochschulgrenzen hinauswirken. Ausstellungen, Konzerte und öffentliche Veranstaltungen machen den Campus zu einem zugänglichen Kreativort – für Studierende wie für die Berner Öffentlichkeit.
15. Die Berner Galerien
Wer regelmässig Ausstellungseröffnungen besucht, ist schnell mittendrin in der lokalen Kunstszene. Der Verein Berner Galerien koordiniert gemeinsame Vernissagen und macht die Galerienszene zugänglich – auch für Neugierige ohne Kunst-Background.
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