10 Chancen für mehr Kundenaufträge

von: Kreativwirtschaft Bern
Sep 03, 2026
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Du kannst die schönste Arbeit der Stadt liefern – wenn niemand davon weiss, bringt sie dir keinen einzigen Auftrag. Sichtbarkeit ist kein Selbstläufer, sondern Handwerk. Hier sind zehn Wege, wie deine Arbeit dort landet, wo die Aufträge herkommen – ein paar davon klassisch, ein paar mit Ecken und Kanten.

1. Instagram als Werkstatt, nicht als Vitrine

Fertige Ergebnisse posten kann jede:r. Zeig stattdessen den Prozess: Skizzen, Testdrucke, das dritte Layout, das du wieder verworfen hast. Leute buchen nicht nur das Resultat, sie buchen das Vertrauen, dass du weisst, was du tust – und das sieht man am ehesten unterwegs, nicht im fertigen Post.

2. Guerilla-Plakate – mit Bewilligung, aber ohne Brav-Sein

Ein A2-Plakat an der eigenen Bürotür ist Werbung. Ein A2-Plakat an einem Ort, an dem niemand ein Plakat erwartet – neben dem Backofen im Quartiertreff, an der Velostation, im Lift eines Coworking-Spaces – ist eine Geschichte, die weitererzählt wird. Bewilligung einholen, dann kreativ werden mit dem Ort, nicht nur mit dem Sujet.

3. Flyer, die man nicht wegwirft

Der Trick liegt nicht im Papier, sondern im Zweitnutzen: ein Flyer, der gleichzeitig Lesezeichen, Samentütchen oder Rabattcode für eine zweite Kreativperson ist, bleibt liegen statt im Recycling zu landen. Verteilt an den Orten, wo sich deine Zielgruppe ohnehin aufhält – Ateliers, Buchhandlungen, Kulturzentren.

4. LinkedIn – auch wenn's nicht dein Zuhause ist

Case-Study-Posts auf LinkedIn – Problem, Lösung, Resultat – bringen in der Kreativbranche oft mehr Anfragen als zehn schöne Bilder. Bern ist klein genug, dass ein guter Post tatsächlich der richtigen Person auf den Bildschirm kommt.

5. Eintrag auf kreativwirtschaft-bern.ch

Der naheliegendste Punkt, deshalb steht er nicht zufällig in der Mitte: Ein aktuelles, gepflegtes Profil auf der Plattform ist der Ort, an dem Auftraggeber:innen aus Bern gezielt nach Kreativschaffenden suchen. Wer hier fehlt, wird bei der lokalen Suche schlicht übersehen.

6. Newsletter statt Warteschlaufe
Ein kurzer, unregelmässiger Newsletter an bisherige Kund:innen – drei, vier Mal im Jahr, ein neues Projekt, keine Verkaufsfloskeln – hält dich präsent, ohne aufdringlich zu wirken. Wer schon mal gebucht hat, bucht am ehesten wieder, wenn er/sie sich erinnert, dass es dich noch gibt.


7. Ein Blick ins Nachbarbüro

Coworking-Spaces und Ateliergemeinschaften in Bern sitzen voller potenzieller Auftraggeber:innen, die nicht wissen, was im Büro nebenan gemacht wird. Ein kurzer Vorstellungs-Post in der internen Slack- oder WhatsApp-Gruppe kostet nichts und erreicht Leute, die dich sonst nie gegoogelt hätten.


8. Referenzen aktiv einfordern, nicht hoffen

Die meisten zufriedenen Kund:innen empfehlen dich nicht von sich aus – nicht aus Unwillen, sondern weil es ihnen schlicht nicht einfällt. Frag direkt nach Projektabschluss nach einem kurzen O-Ton oder einer Weiterempfehlung. Ein Satz reicht, macht aber den Unterschied zwischen einer leeren und einer glaubwürdigen Referenzliste.

9. QR-Code-Schnitzeljagd durchs eigene Portfolio

Statt eines einzigen Links: mehrere kleine QR-Codes an unterschiedlichen physischen Orten (Flyer, Plakat, Visitenkarte), die jeweils zu einem anderen Projekt oder einer anderen Portfolio-Seite führen. Wer mehrere davon scannt, hat sich unbemerkt durch dein gesamtes Werk geklickt.

10. Mitgestalten statt nur teilnehmen

Ob Workshop an einem Berner Kreativ-Event, kurzer Input an einer Community-Veranstaltung oder Sponsoring eines kleinen Preises: Wer sichtbar zur Szene beiträgt, wird als Erstes angefragt, wenn ein Auftrag ansteht. Sichtbarkeit durch Beitrag schlägt Sichtbarkeit durch Werbung – langfristig sowieso. 

 

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